Hand aufs Herz!

Was ist das Erste, das euch in den Sinn kommt, wenn ihr an eine Hochzeit denkt?

Ist es wirklich das Paar und deren tiefe Liebe? Der heiligen Bund, den sie miteinander schließen? Das JA, dass sie zueinander sagen?

In meinen Jahren als Hochzeitsplanerin, fällt mir hin und wieder auf, wie sehr der die LIEBE und der tiefe Wunsch, den anderen für den Rest des gemeinsamen Lebens partnerschaftlich zu begleiten in den Hintergrund gerät. Beim Antrag ist der Himmel noch rosarot und alles ist wunderschön.

Doch sobald es an die Planung geht, rückt das Gemeinsame immer mehr in den Hintergrund. Meistens ist es die Braut, die sich durch Magazine wälzt und mit ihren Mädels auf Hochzeitsmessen geht.

Doch wo bleibt der Bräutigam?

Wo bleibt das ER im WIR?

Manchmal ist es die Braut selbst, die ihn, ohne es zu merken, nach hinten schiebt. „Er darf aber auch sagen, wenn ihm etwas nicht gefällt.“ Oder „Er will das gar nicht.“

Wirklich? Mir ist nämlich auch aufgefallen, dass Männer sehr wohl eine deutliche Meinung haben. Sie haben durchaus Vorstellungen und Wünsche – mögen diese vielleicht auch anders sein, als die der Braut. Und wenn die Männer einmal das Planungsfieber packt, stehen sie einer Frau in nichts nach.

Also, ist das so, das Bräutigame weniger Interesse zeigen, als Bräute? oder werden die Bräutigame eher ausgeschlossen?

Ganz deutlich stellt sich mir die Frage auch, wenn ich Texte in Hochzeitsmagazinen lese oder Bilder vonStyleshootings ansehe:

„Liebe Braut“ ist die Anrede. Warum? und ist es euch schon mal aufgefallen, bei wie vielen Styleshootings die Braut ohne Bräutigam abgebildet ist?

Ich sage: werft den Bräutigam zurück ins Meer der Hochzeitsplanung. Stellt ihn doch bitte wieder an die Seite der Braut, denn da gehört er doch hin, oder nicht?